Meine Frau, meine Freunde und ich


  1. Ø 0
   2004
Meine Frau, meine Freunde und ich Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Meine Frau, meine Freunde und ich: TV-Drama um einen Soap-Darsteller, dessen ganzes Leben über Nacht aus den Fugen gerät.

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Kritikerrezensionen

  • Der muntere Titel führt auf eine falsche Fährte: „Meine Frau, meine Freunde und ich“ ist nicht etwa eine fröhliche Komödie, sondern die Beschreibung eines rasanten Absturzes: Richard (Detlef Bothe), Nebendarsteller in einer Daily Soap, verliert erst Job und Familie und dann komplett den Boden unter den Füßen.

    Die Katastrophe nimmt ihren Lauf, als er nach der Geburtstagsfeier seiner launischen Frau Katja (Catherine Flemming) zudringlich wird. Die Auseinandersetzung endet in einem eigentlich harmlosen Handgemenge, doch Katja fällt in Ohnmacht und erwacht am nächsten Tag mit einem riesigen Bluterguss im Gesicht. Als sie auf Drängen ihrer Freundin zur Polizei geht, steht Richard als versuchter Vergewaltiger dar. Zu allem Überfluss bekommt er von seiner Produktionsfirma seine Papiere: Seine Rolle ist gestrichen worden. Daheim kommt er nicht mehr rein, weil Katja die Schlösser ausgetauscht hat. Die gemeinsamen Freunde des Paares lassen ihn abblitzen; von einem Tag auf den anderen steht er völlig allein da.

    Mit grimmiger und fast schon misanthropischer Zielstrebigkeit demontiert der Schauspieler Detlef Bothe (auch Buch und Regie) sämtliche handelnden Personen. Einzige Ausnahme bleibt Richard, der wie eine kafkaeske Figur durch ein Leben irrt, das aus allen Fugen geraten ist. Die vermeintlichen Freunde entpuppen sich ausnahmslos als oberflächliche Figuren, die ihr Leben zwischen Tralala-Telefonaten, Alkohol und flüchtigem Sex vertun. Kumpel Oskar (Oliver Korittke) nutzt gar die günstige Gelegenheit und macht sich dreist an Katja ran. Obwohl diese Nebenrollen von überraschend prominenten Darstellern (Dominik Raacke, Jürgen Tarrach, Steffen Wink) verkörpert werden, werden die Freunde allerdings gerade wegen der Überzeichnung zu Zerrbildern. Aber die Handlung nimmt ohnehin immer groteskere Züge an, als die Figuren nacheinander unter skurrilen Umständen zu Tode kommen; Richard stapft derweil wie ein Fremder durch sein eigenes Leben.

    Selbst wenn nicht ganz ersichtlich ist, warum der Film in der Reihe „Debüt im Ersten“ auftaucht, denn Bothe, der seit Jahren Theaterstücke und Drehbücher schreibt, hat sich auch schon als Regisseur versucht („Feierabend“): Sehenswert ist „Meine Frau, meine Freunde und ich“ vor allem wegen der vielen unerwarteten Handlungswendungen; das Ende allerdings ist fast schon wieder konventionell. tpg.

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