Der fremde Gast


  1. Ø 0
   2006
Der fremde Gast Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Der fremde Gast: TV-Thriller nach Charlotte Links gleichnamigem Roman.

Ein älteres Ehepaar wird mitten in der Nacht in Berlin ermordet. Parallel dazu trifft die alleinstehende Rebecca in der Provence Vorbereitungen, sich das Leben zu nehmen. Da schneit aus heiterem Himmel ihr Jugendfreund Max ins Haus, im Schlepptau den jungen Marius samt Freundin. Was Rebecca nicht ahnt: Sie hat Marius einst als Sozialarbeiterin bei dem Paar untergebracht, das gerade ermordet worden ist. Und die beiden sind nicht die einzigen, mit denen er noch eine alte Rechnung offen hat.

Darsteller und Crew

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Kritikerrezensionen

  • „Der Tod kann ein Anfang sein; zumindest für die Überlebenden“: ein Satz mit Folgen, die noch niemand absehen kann, als er ausgesprochen wird.

    Stärker noch als zuletzt „Am Ende des Schweigens“ ist „Der fremde Gast“ (ebenfalls nach Charlotte Link) ein Thriller mit starken Figuren, einer fesselnden Geschichte und einer völlig überraschenden Auflösung. Zunächst wirkt die Umsetzung noch etwas manieriert, weil Regisseur Marcus O. Rosenmüller und Kameramann Stefan Spreer die Kamera zwar hübsch, aber auch ein wenig unmotiviert durch die Gegend schwenken lassen. Doch je mehr die Geschichte zu sich selbst kommt, umso näher rückt man den Personen. Geschickt gibt Autorin Annette Hess immer wieder einen neuen Aspekt jenes düsteren Geheimnisses preis, das die vier Hauptfiguren scheinbar zufällig in einem malerisch gelegenen Haus in der Provence zusammenführt.

    Zunächst aber wird man Zeuge eines anscheinend sinnlosen Verbrechens: Ein älteres Ehepaar wird mitten in der Nacht in seiner Berliner Villa ermordet. Schon allein diesen Anfang hat Rosenmüller enorm packend inszeniert; Zuschauerinnen, die auf diesem Sendeplatz Seichtigkeiten à la Pilcher gewöhnt sind, brauchen gute Nerven. Parallel dazu lernt man Rebecca Brandt (Barbara Rudnik) kennen, eine alleinstehende, offenbar tieftraurige Frau. In warmes Licht getauchte Rückblenden deuten an, dass sie nicht immer allein in ihrem schönen Haus in der Nähe von Marseille gewohnt hat. Der leere Pool ist ein treffendes Sinnbild für ihre Einsamkeit. Als Rebecca mit Rotwein und Tabletten Abschied nehmen will, kehrt aus heiterem Himmel das Leben zurück: Maximilian, ihr Freund aus Jugendjahren (Dominic Raacke), schaut vorbei, im Schlepptau das junge Pärchen Marius und Inga (Antonio Wannek und Jasmin Schwiers). Marius entpuppt als sich Junge, den Rebbeca einst als Sozialarbeiterin bei just jenem Adoptivelternpaar untergebracht hat, das gerade in Berlin von der Putzfrau leblos im gemeinsamen Bett entdeckt wird. Ein unerhörter Zufall? Wohl kaum: Der tote Richter und seine Frau sind nicht die einzigen, mit denen Marius noch eine alte Rechnung offen hat.

    Natürlich lebt die Link-Verfilmung in erster Linie von einer geschickt konstruierten, aber nie vorsätzlich verwirrend erzählten Geschichte. Seine Wirkung entfaltet der Film jedoch dank des starken Ensembles. Faszinierend ist vor allem, wie die verschiedenen Figuren nach und nach ihre Masken fallen lassen. Und selbstredend hochgradig spannend, wenn Rebecca am Ende das Wasser buchstäblich bis zum Hals steht. Zum ersten Mal nach langer Zeit füllt sich der Pool wieder: Marius hat die Frau, die seiner Überzeugung nach sein Leben verpfuscht hat, an den Grund des Beckens gefesselt. tpg.

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